Category Archives: GoogleWave

Meine Top 6 Themen der letzten Woche – Zusammenfassung

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Apple Music Event

Google Wave ist tot – es lebe “Google Wave in a Box”

Twitter für iPad
den offiziellen Twitterclient gibt es jetzt auch fürs iPad
TechCrunch: Twitter Just Killed Something Else: Their Own Website. Twitter For iPad Is That Good.
Mashable: Twitter Launches Official iPad App
Der Client fühlt sich super an, gefällt mir sehr gut. Es fehlt (natürlich) Facebook, … Unterstützung.

T-Mobile und UMTS in Wolfsburg
ein Drama 😉 ich habe seit längerem Probleme mit dem UMTS-Empfang, wenn ich in Wolfsburg bin. Zuerst habe ich das auf die hohe “Berater-Dichte” hier geschoben, schließlich ein technisches Problem auf meiner Seite vermutet, aber ich habe immer wieder per EMail beim Support nachgehakt. (Telefonisch ist die Telekom ja derzeit de facto nicht erreichbar). Schließlich habe ich nach einigen Tagen eine Mail bekommen, dass es sich um ein technisches Problem bei der Telekom handelt, dass derzeit bearbeitet wird. Mir hat am selben Tag sogar ein Techniker auf die Mailbox gesprochen, dass seine Kollegen mit Hochdruck daran arbeiten.
Lustigerweise habe ich dann noch eine Mail vom Support bekommen, dass doch alles ok ist in Wolfsburg. Die Telekom hat lediglich eine hohe Last auf den Servern zu Spitzenzeiten.
Ich bin ja mal gespannt, wie es die nächsten Tage wird. Ich habe ja noch meinen Aldi-Talk UMTS-Stick…

Digg
Digg hat seine neue Oberfläche public gemacht. Ich bin wohl einer der wenigen, dem die gefällt. Darum jetzt auch dort zu finden.

Projecturf
201009061009.jpgEin Online-Projektmanagement-Tool, dass ich derzeit nutze. Das ist auf jeden Fall einen eigenen BlogPost wert.

In a nutshell: es kann (fast) alles, was ich benötige und es schaut gut aus 🙂 Es macht Spaß damit zu arbeiten, was für mich das wichtigste ist – ein Tool wird nur dann regelmäßig genutzt, wenn man es gerne tut…

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Google Wave ist tot – es lebe “Google Wave in a Box”

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wavelogo.png

vor kurzem gab es ein kleines Lebenszeichen auf dem Google Wave Blog: Google Wave wird bis mindestens Jahresende laufen und es wird an einer Export-Möglichkeit für die Waves gearbeitet. Das Lebenszeichen hieß aber im Endeffekt nur: ja, Google Wave ist wirklich tot.

Nun wurde aber auf dem Google Wave Developer Blog ein neues Open Source Projekt angekündigt: “Wave in a Box”

Hört sich sehr vielversprechend an – ein Komplettpaket für einen eigenen Wave-Server inkl. Client für die Installation auf einem eigenen Server. Mit Gadget-Robot-Data-API Support 🙂

Die geplanten Inhalte des Projekts:

  • eine Applikation mit Server und Webanwendung
  • Konversationen haben die selben Strukturen wie das aktuelle Wave
  • die Webanwendung wird kompletten Support für verschachtelte Konversationen bieten
  • Datenspeicher und Suchimplementierung für den Server (Basis: MongoDB)
  • Verfeinerungen des Client-Server-Protokolls
  • Gadget, Robot und Data API
  • Import von Waves von wave.google.com
  • Federation: Zusammenschluss von Wave in a Box Instanzen

Es wurde auch ganz klar gestellt, dass nicht alle Features der aktuellen Wave-Version enthalten sein werden – wenn ich mir die Liste ansehe, ist das aber durchaus vielversprechend, was wir da bekommen sollen.

weitere Links:  RWW: Google announces Wave in a Box

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Zum Abschied von Google Wave

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wavelogo.pngGoogle hat am 04.08.2010 angekündigt, dass die Weiterentwicklung von Google Wave eingestellt wird.

Das Kommunikationstool Google Wave wurde erst im Mai 2009 auf der Google I/O Konferenz in Kalifornien vorgestellt und hat eine riesige Welle der Vorfreude ausgelöst. “So würde EMail aussehen, wenn man sie heute erfinden würde” lautete die offizielle Beschreibung des Google Teams hinter seiner Entwicklung. Google Wave sollte die Kommunikation und Collaboration in Teams durch die Vereinigung der Funktionen von EMail, Instant Messaging, Online-Dokumenten und Wikis in einem Echtzeit-Tool verbessern.

Google hat zudem die Codes und Protokolle in einer Open-Source-Lizenz freigegeben, so das viele unterschiedliche Wave Federation-Server nebeneinander existieren könnten.

Zunächst wurde nur einem kleinen, exklusiven Kreis Zugang zur Pre-Version, der sogenannten Wave Sandbox gewährt. Ab September des vergangenen Jahres wurde der Kreis der Nutzer über ein Einladungsverfahren systematisch erweitert. Die Einladungen zur Betaversion waren heiß begehrt und haben sogar auf Ebay Summen um die 70 US$ erzielt.

Der erst große Batch an Einladungen stieß dann auf ein geteiltes, eher negatives Echo.
Die Hauptkritikpunkte:
– zu unübersichtlich und chaotisch
– interessantes Tool, aber wofür denn eigentlich?
– sehr schlechte Performance

Auch hier wieder, wie eigentlich von Anfang an bis heute: viele Stimmen à la “Wave ist irgendwie nichts Tolles, aber die Technologien und Ideen, die dahinter stecken, haben enormes Potenzial”

Erst zur diesjährigen I/O Konferenz wurde Google Wave für alle Nutzer geöffnet, zeitgleich, bwz. kurz zuvor hat Wave diverse Verbesserungen erfahren. Insbesondere die Performance ist mittlerweile hervorragend, nur noch selten kommt es zu Verzögerungen.

Viele Entwicklungen des vergangen Jahres basieren auf Google Wave, Anbieter wie SAP und Novell haben auf die neue, dynamische Kommunikation aus dem Hause Google gesetzt und hier in die Entwicklung neuer Produkte wie SAP Streamwork oder Novell Pulse investiert. Es bleibt spannend, wie dieses Angebot sich weiter entwickeln wird.
Der namhafte CRM-Anbieter Salesforce hat sich auch sehr früh zu Google Wave committed. Dort entstand ein hervorragendes Video wie ein Zusammenspiel von Kunde – automatisiertem Support-System – Kundenberater – Techniker im Hintergrund auf Basis von Google Wave funktionieren kann.

Hat Google zu wenig “die Welle“ gemacht? Außer in Google Apps wurde in keiner Anwendung aus dem Hause Google auch nur am Rande auf die Existenz und die Vorteile von Wave hingewiesen, das Tool konnte gar keine Massen ansprechen sondern war auf einige wenige Early Adopter beschränkt. Sehr geholfen hätte z.B. die Integration mit GMail. Die fehlende Verbindung zu Mail war für viele das Ende ihrer Google Wave-Erkundung.
Das Ergebnis am 05.08.2010 auf Google Trends nach “Google Wave” für die letzten 12 Monate weltweit:

googlewave-searchtrends.png

Schön zu erkennen: der letzte kleine Peak im Interesse (Marker “E”) war die Öffnung von Google Wave, d.h. man benötigte keine Einladung mehr, sondern lediglich einen Google Account. Dies hat leider zu keinem gesteigerten Interesse an Google Wave geführt. Einige vermuten, dass Google die Entwickler von Google Wave abgezogen hat, um an Google Me, also an Googles geplantem Social Networking-Produkt, zu arbeiten.   Einen der schönsten Kommentare zum Abschied von Google Wave habe ich bei Merlin Mann gefunden – er bringt es schön auf den Punkt, dass Wave für viele zu kompliziert zu nutzen ist:

Twitter-MerlinMann.png

Und nun noch die zwei abstrusesten Meinungen, die man so lesen konnte:
– Google hat Wave eingestellt, um von der Diskussion um
Googles Gespräche mit Verizon
abzulenken

– Google hat Wave eingestellt, damit sich Homo-Ehen-Gegner nicht mehr damit organisieren können (in den USA wurde so ziemlich zeitgleich das Homo-Ehe-Verbot in Kalifornien gekippt)

Gerne hätten wir (ich,Kerstin Simmer, Martin Klinke) unser Buchprojekt “Google Wave – die neue Dimension der Kommunikation” abgeschlossen. Das Manuskript ist fertig – Google Wave leider auch…

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